Der Kunst-und Evolutions Code




Die vereinheitlichte Innovationsformel

Das grafische Symbol der Kunstformel Eine Wortdefinition, wie:
Leben oder Bekanntes + Bewusstseinsevolution/Innovation/Kreativität = Kunst bzw. Evolution des Lebens,
eine grafische Formel mit einem horizontalen und einem vertikalen Minuszeichen =
Gelb = Symbol des Lebens, Befruchtung, Lebensfreude, Gegenwart + Rot = Symbol der
Kreativität, Revolution, Zukunft ergeben ein gelb/rotes Plus oder in der Farbmischung
ein buddhistisches Orange. Das liegende Gelb = weibliches Element und das rote
Phallussymbol = männliches Element, ergeben aus der Kombination die Evolution des
Lebens, ohne diese gewichten zu wollen oder zu können.43

Leben Bewusstseinserweiterung Kunst


43 „DIE FORMEL: Leben + Bewusstseinserweiterung = Kunst, bzw. Leben (Bestehendes, Bekanntes) wird addiert mit
Bewusstseinserweiterung (Innovationen, Ideen). Die Summe aus beidem ist gleichbedeutend mit der Kunst, als ein
Symbol für die Evolution, die Weiterentwicklung, die Kreativität des Lebens. Entsprechend dieser auf die Grundlagen
des Lebens zurückgeführten Kunstdefinition kann die Formel als universell und nicht nur auf die Kunst anwendbar
verstanden werden. Sie erreicht mit einer simplen Addition, dass sich jedwede Idee erklären lässt. Die Logik der
Kunstformel ist das bestimmende Leitmotiv der art open 1999 in Essen, der world art exhibition.“ Thorsten Hebes,
Ferenzy Media München, 1998.


Kann ein unfreies pädagogisches Mittel –
eine Formel – zur Kreativität beitragen?
Eine Kunstformel, die alle Erscheinungen der Natur, des Lebens gleich welcher Idee
erklärt, bedeutet keine Einengung der Kunst, wie falsch unterrichtete Kritiker meinen,
sondern genau der Umkehrschluss ist richtig. Sie erklärt das Aufheben von subjektiven
und objektiven Bewusstseins- und Kunstgrenzen zum Gesetz der Kunst, sie schließt
ein Tor zur Kreativität, zur Bewusstseinsevolution44/45 auf und kann so dem Suchenden
eine Orientierung zur ihm noch nicht bekannten Freiheit oder Kunst geben.46 Sie markiert
das Unbekannte, die Kunst, zum Wohle aller, die damit über das bisher Unbekannte,
als Erkenntnis verfügen können.

Es ist dabei zu unterscheiden, dass es auch
eine subjektive Kunstbetrachtung gibt, die immer das als Kunst definiert, was dem
Betrachter eine neue Erkenntnis vermittelt. Dieser Prozess ist davon abhängig, was der
Betrachter durch seine Vorkenntnisse, als nächsten Schritt in seinem Erkenntnisweg
erkennen kann und über welche Informationen er bereits bewusst und unbewusst verfügt.
Ein deutscher Vorgartenzwerg in China kann ohne weiteres Kunst sein, wobei er
in unserem Kulturkreis Kunst nur unter der Voraussetzung ist, wenn er in einer besonderen
Situation erscheint, z.B. auf dem Altar des Kölner Doms, wobei ihm noch zusätzlich
ein Hochamt gehalten wird.

Durch die neue Umgebung und durch das zeitgleiche
Ritual erhält der Vorgartenzwerg eine neue Aura und eine neue Aussage. Bei der
objektiven Kunst geht es darum, was die Kunstgeschichte bisher erweitert, verändert,
revolutioniert und was die geschichtlichen Grenzen verschoben hat.
Dieser Prozess, der über Jahrtausende hinweg aus den Büchern objektiv nachvollziehbar
und ablesbar ist, wird über die Kunstformel optisch übergreifend sichtbar gemacht.
47 Der subjektive Kunstprozess, der auf den individuellen Menschen mit seinen
Erkenntnissen, Erfahrungen und ererbten Informationen abstellt, ist hingegen nur
schwer in einer Evolutionslinie darstellbar, zumal subjektiv nur das als Kunst bezeichnet
wird, was die Grenzen des Bewusstseins des Individuums erweitert, verändert und
verschiebt.48


Diese sind nicht, wie in der Kunstgeschichte (objektive Kunst) nachvollziehbar darzustellen,
sondern laufen im Inneren eines jeden Einzelnen, nur für ihn persönlich, ab.49
44 „Ein Neues habe ich gefunden; die wahre Kunst ist, Unwirklichkeit üben“. Lovis Corinth.
45 „Alle Kunst ist Entwicklung von Vorstellungen, wie alles Denken Entwicklung von Begriffen ist.“ Konrad Fiedler in:
Schriften zur Kunst, Hrsg. G. Boehme, Wilhelm Fink Verlag, München, o. J., Bd. 2, Seite 59.

46 „Die Kunst ist eines der zwei Organe, die dem Fortschritt der Menschen dienen. Durch das Wort tauscht der Mensch
seine Gedanken aus, durch die Darstellung der Kunst seine Gefühle mit allen Menschen nicht nur der Gegenwart, sondern
auch der Vergangenheit und der Zukunft.“ Leo Nikolajewitsch Tolstoi: Was ist Kunst? In: Über Literatur und Kunst,
Ausm. und Nachwort von G. Duden, Röderberg-Verlag, Frankfurt/M., 1980, S. 157.
47 „Kunst aber ist Wesens-Enthüllung.“ Wolfgang Greiner in: E.Gomringer, Josef Albers, Josef Keller Verlag, Starnberg
1968, S. 172.


48 „Kunst ist Erweiterung des krankhaft verengten Bewusstseins, sie ist die Ergänzerin des Menschen, die Ergänzerin des
Zeitalters und die Ergänzerin der Lebensläufe.“ Hans Egon Holthusen: Das Schöne und das Wahre, R. Pieper Verlag,
München, 1958, S. 72.


49 „Verstehen“ ist Heranbildung des Zuschauers auf den Standpunkt des Künstlers. Oben wurde gesagt, dass die Kunst
ein Kind ihrer Zeit ist. Eine derartige Kunst kann nur das künstlerisch wiederholen, was schon die gegenwärtige
Atmosphäre klar erfüllt. Diese Kunst, die keine Potenz in der Zukunft in sich birgt, die also nur das Kind der Zeit ist
und nie zur Mutter der Zukunft heranwachsen wird, ist eine kastrierte Kunst. Sie ist von kurzer Dauer und stirbt moralisch
in dem Augenblick, wo die sie gebildet habende Atmosphäre sich ändert. Die andere, zu weiteren Bildungen fähige
Kunst wurzelt auch in ihrer geistigen Periode, ist aber zur selben Zeit nicht nur Echo derselben und Spiegel, sondern
hat eine weckende prophetische Kraft, die weit und tief wirken kann.“ Wassily Kandinsky: Über das Geistige in
der Kunst, Benteli Verlag, Bern, 10. Aufl., S. 135.


Die vereinheitlichte Innovationsformel


Die Formel vollendet die hegelsche Dialektik, die die Philosophie von Anaxagoras,
Parmenides, Heraklit und Platon weiterführt, ihre Gegensätze aufhebt und zu einer
Symbiose formt. Sie zeigt die Durchdringung: von Geist und Materie, von Sein und
Nichtexistenz von Bewegung und den geistigen Vernetzungen sowie den Gestaltungsfaktoren
des Werdens. Sie macht erstmals sichtbar, was die Dialektik verspricht
und öffnet darüber hinaus das Verstehen des Absoluten als Beobachterposition innerhalb
und außerhalb der Prozesse der Daseinsformen, des Nichts sowie der zukünftigen
Realitäten.

Der Philosoph Theodor W. Adorno ahnt, dass diese Formel der Erkenntnis
möglich wäre, wenn er sagt:


„Die Utopie der Erkenntnis wäre, das Begrifflose mit Begriffen aufzutun,
ohne es ihnen gleichzumachen.“


Ernst Bloch setzt in seinem Hauptwerk „Prinzip Hoffnung“ auf vorwegnehmende Gestaltungskraft
des menschlichen Bewusstseins:


„Das Wesen der Welt liegt selber an der Front.“
Ernst Bloch spricht der entwerfenden Kreativität und dem entschlossenen Handeln
einen entschiedenen Anteil am Werden der Wahrheit und Wirklichkeit zu. Liedtke geht
1994 einige Schritte weiter, wenn er schreibt:


„Bewusst wird uns, dass die Visionen evolutionsbedingte Genprogramme lösen und
alte sowie noch nicht beschriebene weiße Gene unmittelbar neu programmieren,
eins mit der Natur und doch im Chaos, als revolutionäres
egoistisches Ich-Bewusstsein der äußeren Evolution voraus, dem Wir,
der Art die Brücken bauend, die Zukunft im ewigen Wandel öffnend,
können wir durch neue Fähigkeiten das erdige Paradies der Paradiese mitkreieren.“


Die Kunstbetrachtung


Erkenntnisse fördern die Vernetzungen im Gehirn
Innovation oder Kunst ist eine neue Information, mit der wir Ganzheitlich in unserer
Basis vernetzt werden, die unsere Basis verändert und unsere Biokulturelle Evolution
ermöglicht.


Neue Informationen werden nach arterhaltenden Qualitäten der Basisebene hinzugefügt
und führen so zu ihrer geistigen Neubeschreibung, bzw. zu neuen Funktionssteuerungen
der Gene. Die Basisebene fasst alle Bereiche des Bewusstseins, des Unterbewussten,
der Gene und der nicht durch Materie, Energie oder Raum und Zeit begrenzten
imaginären Felder zusammen, bezeichnet also das gesamte arterhaltende
Informationspotenzial eines Lebewesens.


Eine bildhafte Formel, die diese Prozesse für alle sichtbar macht, erklärt nicht nur erstmalig
die Kunst, sie stellt die vor Jahrhunderten vorhandene Symbiose von Kunst,
Forschung, Technik und Schöpfung wieder her.
Den Bildinformationen und damit der bildenden Kunst kommt in der Evolution, der
Redescription der Basisebene, eine übergeordnete Funktion zu. Wir denken, träumen
und erzeugen Visionen, Mindimages. Vom Standpunkt der Basisebene aus, können wir
neue Visionssequenzen in allen Sinnesbereichen erzeugen.


Das Aufnehmen und Stabilisieren dieser Sequenzen ist auch für Dritte über die Künste,
die Forschung und die Technik möglich. Sobald der Rezipient die arterhaltende Funktion
zumindest ahnt, werden Visionssequenzen in der Basisebene mit allen Sinneseindrücken
und Reaktionen, als neue Informationen gespeichert und sind damit verfügbar.
Die nunmehr erweiterte Basisebene fördert neue Denkprozesse und Gefühle,
bei Bedarf oder Training auch neue Visionssequenzen, die auf arterhaltende Entscheidungsfindungen
abgestimmt sind.


Diese Entwicklung wird einerseits durch das Oszillieren zwischen der Basisebene und
den Visionssequenzen ermöglicht, andererseits ist sie, außerhalb des Oszillierens,
abhängig von dem Wissensstand und damit von dem Standpunkt des Beobachters, der
alle Standpunkte in der Zeit und Bewusstseinslandschaft von oben und innen gleichzeitig,
also zeitlos, dreidimensional spiralförmig vernetzt, betrachtet und mit diesen,
in seiner Basisebene hinzugefügten Informationen, wieder in seine Zeit eintritt.

Das führt durch Automatie-Redescription, ausgelöst von der Basisebene, zu neuen
Bewusstseinsvernetzungen und Sichtweisen, zu Kreativitäts- Parallelaktivitäten, Kreativitätsenergien,
Entscheidungen, zum Handeln und letztlich zu der Möglichkeit, eine
offene Zukunft zu erzeugen.


Mystik oder die Erfahrung über das Nichtverstehen von Kunst reduziert die Persönlichkeit
und erzeugt unterschwellige Ängste, die wieder das neuronale Vernetzungssystem
im Gehirn blockieren und so Kreativität und Intelligenz des Nichtverstehenden
beschädigt. Dieser Zustand kann, wie die Forschung zeigt, zu Aggressionen oder
Depressionen führen oder wie die Geschichte zeigt, diktatorische Machtsysteme hervorbringen
oder stützen. Das Rätsel Kunst nicht zu lösen und Kunst mit einer einfachen
Formel für die Bevölkerung nicht zugänglich zu machen, nachdem sie 1988 entwickelt
wurde, ist asozial und verstößt gegen die Verfassung und Menschenrechte.

Sehen und Staunen ohne Erkenntnisvermittlung erzeugt geistige Unterwerfung und Sklavenhaltung
Sehen und Verstehen ist durch Erkenntnisvermittlung geistige Evolution und Freiheit
Kunst kann einmal auf einer objektiven Ebene verstanden werden (Weltkunst), als
Veränderungsprozess innerhalb der Kunstgeschichte. Damit ist KUNST ein ständiger
Prozess der Weiterentwicklung, der Fortführung dessen, was bis zum Entstehungszeitpunkt
des jeweiligen Werkes der Kunstgeschichte existierte.


Diese Weiterentwicklung geschieht durch Innovation, also durch eine inhaltliche oder
formale Neuschöpfung: Dem bisher Bekannten und Existenten wurde etwas hinzugefügt,
was es in dieser speziellen Ausprägung bei keinem anderen Werk gegeben hat.
KUNST ist demzufolge ein permanent ablaufender Vorgang der innovativen Erweiterung
des den Menschen verfügbaren Repertoires an bildhaften Darstellungen, bzw.
Vorstellungen, Visionen, Ahnungen und Gefühlen.
Demnach stößt ein Kunstwerk immer neue Erkenntnistore auf oder setzt das Suchen
nach Erklärungen und Erkenntnissen in Gang.

Durch die Kunstformel wird die alte Betrachtungsweise abgestellt. Dem Betrachter
wird die Frage gestellt, was in dem Werk neu und was alt ist. Die neuen Erkenntnisse
über das System der Kreativität legen neue Vernetzungsstrukturen für Kreativität an.
Das Neue ist rot kenntlich gemacht.


Ausschnitt des Neuronalen Netzwerkes im Gehirn. Forschungsergebnisse zeigen, dass
die Axone im Gehirn (feinste Nervenfasern) sofort durch neue Erkenntnisse, Vernetzungen
im Gehirn verbessern und stabilisieren.


Kunst – das Unbekannte


Jede neue Kunst wird durch eine oder mehrere Innovationen geprägt und die Künstler
geben ihrerseits den Innovationen Form, finden individuelle Möglichkeiten der Weiterentwicklung,
schöpfen all die unterschiedlichen Aspekte, die eine Innovation beinhaltet,
intensiv und umfassend aus.50 Der kürzeste Weg, Kunst zu verstehen: Kunst ist
immer das, was ich noch nicht kenne, die Prüfung meines Bewusst- und Unterbewussten,
die mir noch bevorsteht oder das Umprägen meiner bisherigen Werte durch neue Erkenntnisse.


1. Kunstwerke
sind Werke, die bewusstseinserweiternde Informationen (Innovationen) beinhalten.


2. Objektive Kunst
ist immer die Information (Innovation) aus Kunstwerken, die die Kunstgeschichte noch
nicht kennt. Nur die in der Kunstgeschichte bisher nicht bekannten Informationen
entwickeln die Kunstgeschichte weiter (Erweiterung des Kunstbegriffs, der Kunstgeschichte).

3. Subjektive Kunst
ist immer die Information (Neuerung, Innovation) aus den Werken, die ein normaler
Betrachter noch nicht kennt, bzw. erkennt. Neue Informationen entwickeln das
Bewusstsein des Betrachters weiter (Bewusstseinserweiterung)
KUNST kann einmal auf einer objektiven Ebene verstanden werden (Weltkunst), als
Veränderungsprozess innerhalb der Kunstgeschichte.52 Damit ist KUNST ein ständiger
Prozess der Weiterentwicklung, der Fortführung dessen, was bis zum Entstehungszeitpunkt
des jeweiligen Werkes der Kunstgeschichte existierte.53

Diese Weiterentwicklung
geschieht durch Innovation, also durch eine inhaltliche oder formale
Neuschöpfung: Dem bisher Bekannten und Existenten wurde etwas hinzugefügt, was
es in dieser speziellen Ausprägung bei keinem anderen Werk gegeben hat. KUNST ist
demzufolge ein permanent ablaufender Vorgang der innovativen Erweiterung, des den
50 „Doch ins allgemeine Bewusstsein ist die Erkenntnis, dass Kunst Sprache ist, noch nicht gedrungen.

Kunst ist die Sprache und eine Sprache ist da, um verstanden zu werden.“

Hans Sedlmayr: Der Tod des Lichtes, Otto Müller Verlag,
Salzburg 1964, S. 148.


51 „Kunst ist dank ihrer eigenen subversiven Qualität mit revolutionärem Bewusstsein verknüpft.“ Herbert Marcuse in:
„Kunst ist Anarchie“ Heinrich Böll: Werke, Interviews; Hrsg. B. Balzer, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1978, S. 442.
52 Siehe: D.W. Liedtke: Der Schlüssel zur Kunst. Was verbindet den Höhlenmenschen mit Leonardo da Vinci und Joseph
Beuys? Virneburg 1990, S. 131-132.


Menschen verfügbaren Repertoires an bildhaften Darstellungen, bzw. Vorstellungen,
Visionen, Ahnungen und Gefühlen.54 Demnach stößt ein Kunstwerk immer neue
Erkenntnistore auf55 oder setzt das Suchen nach Erklärungen und Erkenntnissen in
Gang.56


Sperrt der Betrachter sich gegen diese Suche, weil es ihm unangenehm ist, sein eigenes
Bewusstsein, seinen Informationsstand in Frage zu stellen, so lehnt er dieses
Kunstwerk in der Regel einfach ab.57 Trotzdem kann dieses Werk zur objektiven Kunst
gehören, auch, wenn das von den Kunstexperten noch nicht verstanden wird, da diese
Arbeit zu weit aus der Zukunft kommt. Wenn jemand auf dem absoluten bekannten
Stand der Kunst, sie mit seinem bisherigen Informations- und Bewusstseinsstand nicht
erklären kann. Um dieses Werk zu erfahren, muss er sich bemühen neu zu denken, seinen
Bewusstseinsstand in Frage zu stellen und seinen Betrachtungsstandpunkt laufend
zu wechseln, um so eventuell neue bisher in seinem Bewusstsein nicht vorhanden.

53 „Deshalb wird jeder, neuer Wert von den Menschen feindlich betrachtet. Man sucht ihn zu bekämpfen durch Spott
und Verleumdung. Der den Wert bringende Mensch, wird als lächerlich und unehrlich dargestellt. Es wird über den
neuen Wert gelacht und geschimpft. Das ist der Schreck des Lebens. Die Freude des Lebens ist der unaufhaltsame,
ständige Sieg des neuen Wertes. Dieser Sieg geht langsam vor sich.

Der neue Weg erobert ganz allmählich die
Menschen. Und wenn er in vielen Augen unzweifelhaft wird, so wird aus diesem Wert, der heute unumgänglich nötig
war, eine Mauer gebildet, die gegen Morgen gerichtet ist. Das Verwandeln des neuen Wertes (der Furcht der Freiheit)
in eine versteinerte Form (Mauer gegen Freiheit) ist das Werk der schwarzen Hand. Die ganze Evolution, das heißt das
innere Entwickeln und die äußere Kultur, ist also ein Verschieben der Schranken. Die Schranken werden ständig aus
neuen Werten geschaffen, die die alten Schranken umgestoßen haben. So sieht man, dass im Grunde nicht der neue
Weg das Wichtigste ist, sondern der Geist, welcher sich in diesem Werte offenbart hat. Und weiter die für die
Offenbarungen notwendige Freiheit.“ Wassily Kandinsky in: „Über die Formfrage“, in: Der Blaue Reiter. Hrsg.: Wassily
Kandinsky und Franz Marc, München 1912.


54 „Kunst ist Schöpfung. Was sie hervorbringt, ist das Neue, das noch nicht Vorhandene. In jedem Werk ersteht eine neue
Welt, die aus ihrer eigenen Mitte lebt. Der Künstler ist ein Offenbarender, der im Gewebe seiner Schöpfung letzte
Zusammenhänge des Lebens enthüllt, welche er im Anschauen der Natur hellsichtig erkannt hat. Kunst ist Wirkung,
das Kunstwerk ihr Beweis, das Ergebnis der Bewirkte.“ Dieter Körber, Beat Wyss: Trauer der Vollendung, Matthes &
Seitz Verlag, München 1985, S. 68.


55 „Kunst ist Verwandlung.“ Dieter Körber in: Was ist Kunst? Hrsg. E.G.S. Buer, Aegis Verlag, Ulm 1948, S. 72.
56 „Jeder echte Denker (Künstler) ist wie jeder Mensch ursprünglich, wenn er wahr und wesentlich ist. Aber der große
Denker (Künstler) ist in seiner Ursprünglichkeit original. Das heißt, er bringt eine Mitteilbarkeit in die Welt, die vorher
nicht da war. Die Originalität liegt im Werk, in der schöpferischen Leistung, die nicht identisch wiederholbar ist,
aber den Späterkommenden zu seiner eigenen Ursprünglichkeit hinführen kann.

Die Originalität bedeutet einen
Sprung in der Geschichte. Sie ist das Wunder des Neuen, das auch nachträglich nicht aus dem Vorhergehenden und
aus den Bedingungen des Daseins, in dem es entsprang, abgeleitet werden kann. Die Originalität liegt nicht im
bestimmten Satz, sondern in dem Geist, aus dem er kommt und der ihn mit vielen anderen Sätzen verbindet. Oft
gelingt es dem Historiker nachträglich, wesentliche Formulierungen des Schaffenden schon vor ihm zu finden. Aber
dort waren sie versunken in das, was sie umgab, wirkten wie ein augenblicklicher Einfall, der wieder vergessen werden
kann, ohne Bewusstsein ihres ganzen Sinns und seiner Folgen gedacht.

Die Einsicht der originalen Großen erweitert den Menschen und die Welt selbst. Was sie wissen, sie wissen’s für uns. Mit jedem neuen Geist dringt einneues Geheimnis der Natur ans Licht und die Bibel kann nicht geschlossen werden, ehe der letzte große Mensch geboren
wurde“. (Emerson) Karl Jaspers: Die großen Philosophen; Pieper und Co., München 1957.


57 „Denn Hunde kläffen sogar an, wen sie nicht kennen. “Heraklit, in: Karl Jaspers, Die großen Philosophen, Piper Verlag,
München 1957, S. 635.
dene Informationen oder Visionen zu erfahren. Dieser Vorgang tritt in der Regel nur
dann ein, wenn ein Gefühl oder eine Ahnung aufleuchtet. Entsteht diese Ahnung beim
Betrachter nicht, so ist dieses Werk für diesen Betrachter nicht entschlüsselbar.


Seinem Bewusstseinsstand fehlen überbrückende Informationen in der Richtung, die
das Werk auf der objektiven Kunstebene manifestiert hat. Er entscheidet nur noch, ob
ihm dieses Bild gefällt oder nicht gefällt. Natürlich ist es möglich, dass der Betrachter
eine andere Ahnung erfährt, die auch in diesem Werk liegt, aber an seinem
Bewusstseinsstand anschließt und so auf der subjektiven Kunstebene ein objektives
Kunstwerk erfährt.


Die Beschreibung der objektiven Verstehensebene, des Begriffes KUNST, verweist
bereits auf die subjektive Ebene, denn wenn es zutrifft, dass objektive KUNST ein ständiger
Prozess der Weiterentwicklung ist, so muss diese Weiterentwicklung auch von
einer subjektiven individuellen Warte aus gesehen werden:
Nicht nur die Kunstgeschichte entwickelt sich permanent weiter, sondern auch das
Bewusstsein desjenigen, der Kunst wahrnimmt oder schafft.

Denn mit jedem neuen,
vorher noch nicht gesehenen Kunstwerk erweitert der Betrachter, wenn er sich nicht
davor verschließt, auch sein individuelles Repertoire an bildhaften Vorstellungen.
Jeder neue individuelle Impuls erweitert das Bewusstsein und ermöglicht neue
Ahnungen, neue Visionen. Der Betrachter kann neue Informationen, Ahnungen und
Gefühle, die an seinem bisherigen Bewusstsein anschließen und ihm so neue
Erkenntnisse liefern können, aus dem jeweiligen Werk herausfiltern.58 Auch dann,
wenn der Künstler eine andere subjektive Intuition hatte.

Da jeder Mensch unseres
Planeten eine andere Vorgeschichte, Gen-Struktur und einen anderen Vorrat an
Erinnerungs- und Vorstellungsbildern in seinem Bewusstsein sowie Unterbewusstem
hat, nimmt natürlich auch jeder einen neuen visuellen Impuls, subjektiv anders auf.
So kann also für den einen Menschen ein beliebiges Bild sehr wohl ein Kunstwerk sein
– wenn er es noch nie vorher gesehen hat, in seinem Bewusstsein dieses Bild demnach
noch nicht vorhanden ist und nun erst hinzugefügt wird, bzw. eine Weiterentwicklung
in Gang setzt,59 – während dasselbe Bild für einen anderen Menschen subjektiv gesehen
kein Kunstwerk ist, da es bei ihm keinerlei Weiterentwicklung in Gang setzen.

58 „Die Kunst ist eine Quelle der Erkenntnis, wie die Naturwissenschaft, die Philosophie usw.“ Antoni Tàpies: Die Praxis
der Kunst, Erker-Verlag, St. Gallen 1976, S. 18.


59 „Kunst kennt keine Erfahrung und ist keine Ableitung. Sie setzt sich mit dem Unbekannten in Beziehung.“ Willi
Baumeister: Das Unbekannte in der Kunst, Du Mont Buchverlag, Köln 1960, S. 35.
kann, weil es bereits zu seinem Repertoire an bildhaften Vorstellungen gehört oder
soweit von den Möglichkeiten des Betrachters entfernt ist, dass dieser keinen Zugang
zu diesen neuen Informationen hat.


Zum subjektiven Kunstwerk kann also alles werden, was wahrnehmbar ist.60 Es hängt
einzig und allein vom Bewusstsein des Betrachters ab.
Ob ein Bild oder ein Gegenstand neue Stimulationen bietet und dadurch neue Informationen
ermöglicht oder ob dieses Bild oder dieses Werk keinerlei Weiterentwicklung
bewirken kann. Aus dem bisher Gesagten kristallisiert sich eine grundlegende Gemeinsamkeit
von objektivem und subjektivem Kunstwerk heraus: Jedes Kunstwerk – gleichgültig
ob subjektiv oder objektiv – kann dem offenen Betrachter eine bisher nicht
gekannte Information (Vision, Gefühl, Ahnung) vermitteln, bzw. einprägen.61/62
Nach der Verfügbarmachung dieser neuen Information (Werk) entsteht im Laufe der
Zeit ein ästhetischer Wert, denn das im Bewusstsein „eingeprägte“ Bild ermöglicht
dem Betrachter bei Konfrontation ein Wieder erkennen mit diesem oder einem ähnlichen
Bild. Es erleichtert ihm sein Zurechtfinden mit den neuen Informationen aus
diesen Werken.


Dieses „Einprägen“ ist auch die Voraussetzung dafür, über dieses neue Bild im
Bewusstsein zu verfügen, d.h. mit Hilfe dieses eingeprägten Bildes neue bildliche
Vorstellungen im Bewusstsein erzeugen zu können.63

60 „Man kann Kunst vom Leben nicht trennen. Leben, das sind Menschen, Menschen, das ist Gesellschaft und
Gesellschaft, das ist Politik, Politik, das ist Aufklärung, Argumentation, Überzeugungsarbeit. Dafür ist Kunst ein gutes
Instrument, wenn sie nicht als Warenproduktion und Wiederholung verstanden wird, sondern als Erkenntnisprozess,
öffentliche Ideenproduktion, Erfahrungsaustausch und Kommunikation.“ Adam Jankowski, in: Kunst und Medien,
Materialien zur documenta 6, Hrsg. H. Wackerbarth, Stadtzeitung und Verlag, Kassel 1977, S. 201.
61 „Die Kunst ist eine Erkenntnis.“ Wladyslaw Tatarkiewicz: Geschichte der Ästhetik, Schwabe & Co. Verlag,
Basel/Stuttgart 1979, Bd. I, S. 367.


62 „Kunst ist nicht, wie der Idealismus glauben machen wollte. Natur aber will einlösen, was Natur verspricht. Fähig ist
sie dazu nur, indem sie jenes Versprechen bricht, in der Zurücknahme auf sich selbst (...). Was Natur vergebens möchte:
vollbringen. Die Kunstwerke: sie schlagen die Augen auf.“ Adorno, in: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften,
Hrsg. G. Adorno/R. Tiedemann, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1970, Bd. V, S. 103.
63 Julius Hart, in: (Zs.) Pan, Hrsg. Genossenschaft Pan, Berlin, 1897, 3. Jg./1. Heft, S. 36. „Kunst ist Sprache: also im höchsten
Sinn soziale Funktion.“Gerhart Hauptmann: Das gesammelte Werk, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1942, Bd. XV,


Die verschiedenen Ebenen eines Kunstwerkes
Kunstkritikern und Künstlern ist bei oberflächlicher Betrachtung dieser Einstieg zur
„Kunst für alle“ zu lapidar, zu einfach, zu banal.64 Leider haben sie übersehen, dass die
Bildende Kunst eine optische Information ist und der besonders Interessierte mit derselben
Formel und Kenntlichmachung auch tiefer in das jeweilige Kunstwerk eindringen
und alle Ebenen eines Kunstwerkes entschlüsseln kann.

Bei den formalen, inhaltlichen
oder philosophischen Neuerungen, die in einem Werk liegen können, handelt es
sich immer um optisch wahrnehmbare Veränderungen, die man durch eine Markierung
kenntlich machen kann. Diese Vorgehensweise führt durch ein Verstehen von Kunst zu
neuen Ausstellungen, Kunstkatalogen und letztlich zu einem sich stetig steigernden
Interesse an Kunst und Kreativität in den Medien und in der Bevölkerung.
In einer Kunstausstellung sollte in einer Reproduktion neben dem Original durch die
Hervorhebung der neuen Information in Rot und der allgemein bekannten Details in
Gelb, der Erkenntnisstand im Entstehungszeitraum des Kunstwerkes kenntlich
gemacht und gezeigt werden. Der Betrachter wird auch nachträglich in die Lage versetzt,
die Erkenntnisse: Gelb = Bekanntes, Vorhandenes, Vergangenes sowie Rot =
Erkenntnislicht und vorweggenommenes zukünftiges allgemein gültiges Wissen im
Entstehungszeitraum des Werkes im Unterbewussten abzulegen und miteinander verschmelzen
zu lassen, ohne sich mit den hier dargestellten Theorien befasst zu haben.

64 „Demokratisiert die Kunst! Es sind nur noch wenige Jahre bis in das neue Jahrtausend. Durch die Demokratisierung
der Kunst gehen wir in ein neues Denken, in eine hellere Zukunft. Kunst ist Bewusstseinserweiterung, Kreativität,
Innovation und Evolution des Bewusstseins. Kreativität und Innovation sind die treibende Kraft aller gesellschaftlichen,
sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Weiterentwicklung, also allen menschlichen Fortschritts, schafft
somit mehr Freiheit und verhindert elende Not und Kriege. Demnach ist die Vermittlung von Kunst, das
Vertrautmachen möglichst vieler Menschen mit den bewusstseinsfördernden Elementen der Kunst, in erster Linie eine
soziale Aufgabe. Dieser Aufgabe werden die Kulturverantwortlichen nicht gerecht, wenn sie Kunstwerke ohne die
erforderliche Vermittlungshilfe in Museen oder Galerien ausstellen.

Genauso gut könnten sie auch, z.B. chinesische
Schriftzeichen ausstellen, ohne deren Bedeutung zu erläutern, ohne die Inhalte zu vermitteln. Verstehen könnten diese
Zeichen nur diejenigen, die der chinesischen Sprache mächtig sind. Doch ist es nicht genau dieses Prinzip, dass uns
in nahezu jeder Ausstellung begegnet? Kunst wird immer nur einer kleinen Minderheit von ohnehin schon Wissenden
zugänglich gemacht, die große Mehrheit der Menschen wird vom Verständnis der in den Kunstwerken enthaltenen
innovativen Informationen ausgeschlossen. Obwohl Hilfen zur Kunstvermittlung vorhanden sind, werden diese in der
Regel nicht zur Verfügung gestellt! Obwohl Kunst jedem zugänglich gemacht werden könnte, wird den meisten dieser
Zugang verwehrt! Dieses Verhalten ist unsozial! Es behindert die Weiterentwicklung des Bewusstseins und damit
die Weiterentwicklung der Menschheit.

Es steht im krassen Gegensatz zum eigentlichen Sinn der Kunst! Deshalb fordere
ich, im Sinne der folgenden Persönlichkeiten: Platon, Heraklit, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Friedrich
Wilhelm Schelling, Friedrich Nietzsche, Ernst Bloch, L.N. Tolstoi, Herbert Marcuse, Sigmund Freud, Johann Wolfgang
von Goethe, Rosa Luxemburg, Leonardo da Vinci, Pablo Picasso, Jean Dubuffet, Wassily Kandinsky, Heinrich Böll und
Joseph Beuys:
Kunst ist Bewusstseinserweiterung und darf nicht nur einer Elite zugänglich sein!


1. Schluss mit den unsozialen Verhalten der Museen und Galerien, der Ausstellungsmacher und der Kulturbürokraten.


2. Vermittelt Kunst nach den Evolutionsschritten der Kunst und erklärt diese Schritte dem Betrachter.


3. Werdet eurer sozialen Verantwortung endlich gerecht! 1989, Dieter W. Liedtke, in: Schlüssel der Kunst, Virneburg
1990, S. 194.


Indem der Medien- oder Ausstellungs- Rezipient außerhalb der Zeit, zwischen den
Zeitabschnitten, zwischen den Kreativitätsschüben hin- und her wandelnd, oszilliert,
den Evolutionsparcours der Werke abschreitet, programmiert der Betrachter sich
selbst auf Kreativität, auf Veränderung, Erkenntnisse und neue Entscheidungen.65 Der
Betrachter verfügt in Zukunft, intuitiv über neue Informationen, Ersterlebnisse, die er
im Unterbewussten hinzugewonnen hat und kann so über seine Intuition, über das
Unterbewusste kreativer, als bisher, über sein Leben mit neuen Möglichkeiten entscheiden.
Kunst zu erkennen, ist nicht Luxus für eine kleine Minderheit66, sondern eine
notwendige Kreativitätssprache der Zukunft.

65 Siehe auch: „Der Schlüssel zur Kunst“. Dieter W. Liedtke, Museum Liedtke Verlag. Virneburg 1990, Seite 69-72.
66 „Die Kunst ist – entgegen allen ästhetischen und philosophischen Schulmeinungen nicht ein Luxusmittel, in schönen
Seelen die Gefühle der Schönheit, der Freude oder dergleichen auszulösen, sondern eine wichtige geschichtliche Form
des gesellschaftlichen Verkehrs der Menschen untereinander, wie die Sprache.“ Rosa Luxemburg: Schriften über Kunst
und Literatur, Hrsg. M. Karallow, Verlag und Kunst, Dresden 1972.


Leben Bewusstseinserweiterung Kunst
Bekanntes = Gelb Innovation = Rot Kunst = Rot/Gelb
Künstler Dali

Die Dechiffrierung der Kunst
Die Anfänge der Kreativität in der Steinzeit
„Mammut auf Stein“
Bekanntes
Stein
Kreativität/
+ Innovation = Kunst
Die Aufschlüsselung von Kunst
Künstler:
Unbekannt
Titel:
Mammut auf Stein
URAHA Stiftung, Hessisches
Landesmuseum, Darmstadt
Durch künstlerische Eingriffe lernten unsere
Urahnen kreativ miteinander zu kommunizieren.
Die Kreativität wurde in Stein festgehalten.
Kreative Kommunikation Innovation

Künstler:
Unbekannt
Titel:
Maria Verkündigung,
16. Jahrhundert
41 x 33 cm
Tretyakov Galerie,
Moskau
Erstmals Darstellung eines spinnenden
Dienstmädchens.
Spinnendes Dienstmädchen Innovation
Innovation
Künstler:
Peter Paul Rubens
1577 - 1640
Titel:
Gottvater und Sohn,
von den Evangelisten
Paulus und Johannes
verehrt,
um 1616/17
Öl/Leinwand
214,5 x 145 cm
Kunstsammlungen
zu Weimar
Vereint nordische, flämische
und italienische Stilelemente
Vereint nordische, flämische
und italiensche Stilelemente
und führt sie zu
einer vorher nicht bekannten
kraftvollen Symbiose.
240
241
Innovation
Künstler:
Dominikos Theotokopoulos
genannt: El Greco
1541 - 1614
Titel:
San Juan
1600
Öl/Leinwand
101 x 81 cm
Casa Museo Greco, Toledo
Veränderungen der
Körperproportionen
Neue Farbigkeit und Veränderung
der Körperproportionen.
Innovation Übergang zur
abstrakten Malerei
Künstler:
Wassily Kandinsky
1866 - 1944
Titel: (Ausschnitt)
St. Georg,
1911
Öl/Leinwand
107 x 95,2 cm
Staatliches Russisches
Museum, St. Petersburg
Wassily Kandinsky findet den
Übergang zur abstrakten Malerei.
242
243
Innovation Gegenstandslose
Malerei – reine Formen
Künstler:
K. Malewitsch
1878 - 1935
Titel:
Rotes Quadrat
1915
Öl/Leinwand
87,6 x 61,5 cm
Staatliches Russisches
Museum, St. Petersburg
Entwickelte Zurückführung aller Formen
auf einfache geometrische Elemente, wie
Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck. Malewitsch
gehörte zu den Initiatoren der
gegenstandslosen Malerei, des Suprematismus.
Geometrie wird zum Göttlichen
Gesetz.
Innovation Verhüllung von Objekten
Die wesentliche Form des Objekts wird
durch Verhüllung zu einer gesteigerten ästhetischen
Darstellung geführt.
Künstler:
Christo Javatscheff
1935 -
Titel:
Verhüllung des Reichstages
244
245
Innovation 1
Innovation 2
Anfang der 90-er Jahre zeichnen sich
zwei neue Modelle für menschliche
Gehirne ab. Der Konnektionismus, die
Theorie der neuralen Netze und die
Korrelationstheorie.
Zeitliche Bindungen führen zu einheitlichen
geistigen Verschmelzungen.
Auch die Entdeckung der Spiegelneuronen
in der zweiten Hälfte der 90-er
Jahre, bestätigt das Sandkastenmodell.
siehe auch die Seiten 128 und 261
Künstler:
Dieter W. Liedtke
1944 -
Titel:
Sandkastenmodell 19,
1974 - 1988
Wiederentdeckung der systematischen
Forschung durch Kunst
Forschung durch Kunst
Vorwegnahme von
Forschungsergebnissen
Modell zum Verstehen von komplexen
Prozessen im Gehirn über
dreidimensionale Vernetzung zur
Aktivierung von geistig wahrnehmbaren
emotionalen Eindrücken
sowie Modell für die Entstehung
von Kreativität.
Innovation Veränderbare Gene und
Genprogramme durch Visionen
und selektives, kreatives Sehen
Lamarks, Darwins und Poppers Evolutionstheorien
werden bisher durch
keine Theorie aufgehoben bzw. miteinander
verbunden und gehen
nicht auf die Schöpfungskraft der
Lebewesen ein.
Weiße Genbereiche im Jahr 2003
und 2004 durch die Gen-Forschung
bestätigt.
siehe auch Seite 260
Der Mensch ist der Schöpfer seines
zukünftigen Bewusstseins
und seiner Gestalt.
Über Kunst, Wille und Liebe verändert
er seine eigenen Gene.
Redescription der Gene durch
neue weiße Genbereiche.
Der Tod kann in Zukunft besiegt
werden.
Neue Evolutionstheorie der Erkenntnissysteme.
Künstler:
Dieter W. Liedtke
1944 -
Titel:
Weiße Genbereiche
Automatie-Redescription,
1986
246
247
Neue Theorie über die 4. Dimension
löst Widersprüche zwischen Relativitäts-
und Quantentheorie auf.
Künstler:
Dieter W. Liedtke
1944 -
Titel:
Die 4. Dimension,
1982 - 1988
Die Zeit ist in der Materie, in
der Energie und in den drei
Dimensionen schon enthalten.
m3 - t = 4. D
Die Unendlichkeit als 4. Dimension
Es gibt verschiedene Theorien über die 4.
Dimension, aber keine löst bisher die
Widersprüche der Naturwissenschaft auf.
Information, Bewusstsein, Kreativität und
das Ich ist eine Eigenschaft aller Materie
und Energie und die Basis des Universums.
siehe auch die Seiten 482-483
Innovation